BewegungsHeld

Sport frei oder frei von Sport?

 

Vorne weg: Dies wird kein Beitrag darüber, der dazu anregen soll ein Kind als Sportgerät zu missbrauchen, oder es wild in der Gegend rum zu schleudern, um den eigenen Ehrgeiz und das Idealbild des Körpers zu pushen.

Es geht vielmehr darum, wie es möglich ist im meist vollgepacktem Alltag mit Familie und Job, den Sport noch irgendwo unter zu bringen.

 

Vor meinem Sohn war ich wöchentlich 2 - 3 X im Box-Club Sport treiben und den Körper stählern. Ich hatte mir fest vorgenommen das nach der Geburt so weiter zu führen! Allen Papas, die mir erzählten das würde sich ganz schnell ändern, wenn Junior erstmal da ist entgegnete ich mit einem abfälligen:

Ich bekomm das schon hin, nur weil du es nicht schaffst, bla bla…

BewegungsHeld
BewegungsHeld

 

Tatsächlich ist es nach fast 1,5 Jahren so gekommen…

Sport hat in meinem Leben an Bedeutung verloren und das schlechte Gewissen plagt mich immer noch regelmäßig.

 

Aber ich hab hier mal aufgelistet, wie es mir doch gelingt wenigstens etwas Sport in den Alltag mit Familie zu integrieren:

 

 

 

Ab in den Park(our)

 

Bei einem gemütlichen Spaziergang am Wochenende einfach den Park ansteuern und während Frau und Kind gemütlich ihre Runden drehen mache ich mein kleines Work Out an den Geräten. Die beiden genießen das schöne Wetter und ich bekomme einen gesunden, tiefroten Teint im Gesicht und alle sind glücklich …

 

 

Warum nicht auch mal der Geräte-Park?

Ab einem gewissen Alter (das betrifft dann eher das Grundschulalter), kann man sein Kind auch mal ins Fitnessstudio mitnehmen, wenn man das möchte…!?

Der Vorteil ist: Man muss sich dann kaum um das Kind kümmern, da Junior sporttreibende Damen anzieht, wie ein Magnet und die sich rührend kümmern werden > das habe ich vor einiger Zeit bei einem Papa beobachtet, der dadurch viele nette Unterhaltungen führte, aber jedoch kaum zu seinen Übungen gekommen ist. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der Sport überhaupt sein Antrieb war ins Studio zu gehen…

 

Work it (out)

 

Gerne mache ich auch kurze, aber dafür intensive Work Outs zu Hause oder wahlweise im Park. Dabei trainiere ich effektiv, spare Zeit und komme sogar öfter dazu Sport zu treiben. Kurze Work Outs oder kleine Elemente daraus lassen sich auch super mit in den Alltag integrieren und Junior darf dabei zusehen, anfeuern oder auch, je nach Schweregrad, mitmachen…

 

Zusammen ist besser als allein

 

…also warum nicht auch gemeinsam mit dem Kind bewegen? Es spielerisch an den Sport ran bringen. Klar hat das nichts mit dem intensiven Training oder sogar Leistungssport zu tun, den man vielleicht mal machte. Aber man hat die Möglichkeit sein Kind früh an Sport zu gewöhnen und dessen Bedeutung näher zu bringen, was sich postitiv auf sämtliche Lebensbereiche auswirkt. Denn wie wir wissen arbeiten die kognitive und die motorische Entwicklung Hand in Hand.

Zum Beispiel kann man gemeinsam einen Hindernisparcour durchlaufen, der entweder schon besteht (zum Beispiel im Park) oder man erstellt sich selbst einen (beispielsweise im Wald oder auf einem Spielplatz).

 

Rollen und Purzelbäume sind super spaßig zu erlernen und fördern die Motorik.

 

Laufen wie ein Tier und dabei einmal die komplette Serengetie durchgehen. Vom kleinen Frosch, der durch die Gegend hüpft und dabei quakt, über die Gazellen, die in großen Sätzen über die Steppe hüpfen bis hin zu Geparden, die im Sprinttempo ihre Beute jagen. Die Kinder werden euch mit Ideen versorgen, dass es so schnell nicht langweilig wird.

 

Außerdem gibt es da ja auch noch die Klassiker: Balancieren, Fangen und Verstecken. Einfach alles was Spaß macht und sich bewegt ;)

 

Als Entspannungsübung für Junior und als letzten Kraftakt für euch empfehle ich einmal euer Kind auf den Arm zu nehmen und entspannt zu halten. Jetzt kann es die Lage gemütlich beobachten und abhängen während ihr fleißig Kniebeugen macht und die letzten Kraftreserven raus lasst.

 

… um nur mal ein paar Übungen aufzuzeigen.

 

Foto: Micha Parzuchowski
Foto: Micha Parzuchowski

Es gibt also schon einige Möglichkeiten Sport weiterhin in das Leben zu integrieren auch, wenn es natürlich schwerer fällt, da die Kraftreserven allgemein ja etwas anders aufgeteilt werden müssen.

 

Im Endeffekt mache ich weniger Sport als in der Zeit vor meinem Junior, aber das ist auch irgendwie ok. Den Sport mache ich dafür jetzt bewusster und motivierter, da die Zeit einfach limitierter ist und somit an Wert gewinnt.

 

Und es gibt einfach einen neuen Part in meinem Leben, der viel Platz einnimmt, was absolut super so ist!

 

In diesem Sinne: Sport frei

Bastian

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Katrin (Freitag, 04 November 2016 10:41)

    Seit meinen Kids gehe ich 2 mal die Woche ins Mommyfitness da sind die Kleinen dabei lassen sich gemütlich durch den Wald schieben und beobachten ihre Mamis beim Outdoorfitness ... und es ist mega Effektiv und Spaßig...
    Solche Kurse gibt es in vielen Städten und machen nicht nur den Mamis Spaß auch Papa kann sich an der Frischen Luft mit Sprössling auspowern ...

Nicky

Nicky
Nicky

Nicky 34 jahre alt , Berlinerin mit schottischem Migrationshintergrund, Mama mit Herz und KreativChaos,

ein Sohn und eine Tochter- oder Vampirprinzessin, Überlebenskünstlerin des Alltags und somehow Familienheldin I guess...

Bastian

Bastian
Bastian

28 Jahre, Jenenzer mit Bodensee-kenntnissen und seit einigen Jahren Berliner, Papa von einem Sohn, Gründer von GoodHands, Erzieher, Musikliebhaber,

Sportler ohne Zeit für den

Sport zu haben, vieles mehr und

Familienheld!