So finden Eltern professionelle Babysitter

Die Wahl des passenden Babysitters ist für Eltern und Elternteile von großer Bedeutung. Schließlich sucht man hier eine Person, der man sein Kind anvertraut ohne, dass man diese Person zuvor intensiv und lange Zeit kennen gelernt hat.

Aus diesem Grund gibt es einige Dinge zu beachten, die im Folgenden genauer aufgeführt werden.

GoodHands - professionelles Babysitting
GoodHands - professionelles Babysitting

 

Wo finde ich Babysitter

 

Viele Eltern haben nicht mehr das Glück die eigenen Eltern oder sogar Großeltern in der unmittelbaren Umgebung zu haben. Und selbst wenn, heißt das nicht, dass diese immer Zeit haben die Kinder zu betreuen, wenn Mama

und / oder Papa berufliche oder private Termine haben.

 

Also greifen viele auf Babysitter zurück. Einige wenige haben den Vorteil eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis oder aus der Kita / Schule zu bekommen. Jedoch sind diese Empfehlungen oft schon ausgelastet oder haben nur bedingt Zeit.

Dann gibt es noch die Möglichkeit das Internet nach Kleinanzeigen zu durchsuchen oder auf eine der Vermittlungsplattformen zurück zu greifen. Hier gibt es große Unterschiede in Umfang und Qualität. Von minderjährigen und ungeschulten Babysittern bis zu ausgebildeten und erfahrenen Babysittern ist die ganze Bandbreite vertreten.

 

Qualifikation

 

Babysitter müssen in der Lage sein verantwortungsbewusst und in schwierigen Situationen schnell handeln zu können. Da ist es von großem Vorteil, wenn die Person bereits einige Erfahrungen in dem Bereich vorweisen kann.

Es sollte darauf geachtet werden, dass eine Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs für Kinder stattgefunden hat.

So weiß der Babysitter, wie er / sie im Notfall reagieren muss und, wo man Hilfe erhält ohne dabei in Panik auszubrechen und Unsicherheit gegenüber dem Kind auszustrahlen.

 

Je nach Bedürfnis der Eltern ist es sehr sinnvoll, wenn der Babysitter eine pädagogische Qualifikation mitbringt. So kann gezielt auf den Entwicklungsstand des Kindes eingegangen werden und sogar Angebote können durchgeführt und mit pädagogischen Inhalten untermauert werden.

Darüber hinaus ist eine pädagogische Qualifikation zu empfehlen, wenn es sich um die Betreuung eines Kindes mit Behinderung handelt. Hierbei bringen ausgebildete Babysitter, durch ihre Berufspraxis, Hintergrundwissen zu diversen Krankheitsbildern und häufig praktische Erfahrungen mit.

 

Kennenlernen

 

Nachdem Eltern die Person gefunden haben, von der sie sich vorstellen können ihre Kinder betreuen zu lassen, gilt es jetzt diese Person in kurzer Zeit näher kennen zu lernen. Dazu ist es sinnvoll nach einem Telefonat und dem vorherigen E-Mailkontakt ein Kennenlerntreffen zu vereinbaren. Dies kann man wahlweise per Skype stattfinden lassen, aber besser noch persönlich. So können Eltern auch direkt den Kontakt zwischen ihrem Kind und dem Babysitter beobachten und auf Stimmigkeit überprüfen. Sie werden schnell merken, ob die Chemie zwischen

ihnen - ihrem Kind - und dem Babysitter stimmt. Dabei kann man sich ruhig auch einmal zurückziehen und schauen, ob der Babysitter einen Draht zum Kind entwickelt und andersherum.

 

Das ist schließlich der wichtigste Faktor - die persönliche Chemie muss stimmen!

 

Nachfragen, was die Motivation des Babysitters, abgesehen vom Geldverdienen ist, können hilfreich sein und jederzeit gestellt werden.

Kann der Babysitter Arbeitszeugnisse oder Empfehlungsschreiben von anderen Arbeitgebern und / oder Familien vorweisen?

Dies können Eltern problemlos ansprechen und sich die entsprechenden Dokumente auch zeigen lassen.

 

Abläufe / Familienregeln

 

Hat man sich für einen Babysitter entschieden ist es wichtig alle Informationen weiter zu geben, die im Bezug auf das Kind und die Zeit der Abwesenheit relevant sind. Der Babysitter muss genau wissen, welche Rituale in der Familie gepflegt werden, wenn diese in die Betreuungszeit fällen.

 

Hier ein paar Anregungen:

 

- Was darf das Kind essen, was nicht?

- Gibt es eine bestimmte Gutenacht-Geschichte / Lied?

- Verträgt Ihr Kind etwas nicht?

- Wann geht es spätestens ins Bett?

- Darf der Fernseher angeschalten werden?

- Welche Gewohnheiten gibt es in der Familie?

- Wann möchten Sie informiert werden, wenn etwas nicht nach Plan läuft?

 

Notfalldaten / SOS

 

Am besten stellen Eltern eine kleine Mappe zusammen, in der alle wichtigen Telefonnummern und Adressen hinterlegt sind. Diese Infos sollten leicht zugänglich für den Babysitter sein und im Notfall schnell auffindbar. Welche Telefonnummern auf keinen Fall fehlen sollten sind:

die Telefonnummer beider Elternteile, Notruf und der Giftnotruf.

 

 

Reflektieren nach der Betreuung

 

Je nach Alter des Kindes kann man die Betreuung durch den Babysitter gemeinsam auswerten.

Bei kleineren Kindern funktioniert das auch gut mit kleinen Smileys, die man wahlweise auch selbst basteln kann. Vermeiden sollte man pauschale Nachfragen, wenn man eine differenzierte Antwort erhalten möchte.  Anhand konkreter Fragen kann man herausfinden, ob es dem Kind mit dem Babysitter gut geht, was gemacht wurde, etc. Vor allem in der Anfangszeit ist das für viele wichtig, um die nötige Sicherheit und Vertrauen zu gewinnen.

 

Bezahlung

 

Die Bezahlung eines Babysitters ist regional sehr unterschiedlich. So zahlen Eltern in München mehr für die Betreuung pro Stunde als beispielsweise in Berlin.

Grundsätzlich hängt es auch davon ab, ob eine Qualifikation seitens des Babysitters vorliegt und auch sehr vom Alter und der Zeit, in der betreut werden soll. So ist es üblich, dass bei einer Nachtbetreuung deutlich weniger bezahlt wird als tagsüber, wenn Aktivitäten und zu erledigende Aufgaben anstehen.

 

Wenn man bedenkt, dass der Mindestlohn bei 8,50 € liegt ist eine Bezahlung zwischen 8,50 € bis zu 15 € (mit höherer Qualifikation) im Bereich dessen, was für die Betreuung von Kindern angebracht ist. 

In diesem Bereich bewegt sich auch der Lohn, den viele ihrer Putzfrau bezahlen.

 

Nur als kleinen Denkanreger: Wem möchte man durch den Lohn mehr Anerkennung zeigen? (Unabhängig davon, dass jede der genannten Berufsgruppen hohe Anerkennung verdient hat)?

 

Versicherung

 

Viele Babysitter sind über ihre private Haftpflichtversicherung für betreuende Tätigkeiten mit bis zu fünf Kindern versichert. Hier kann man bei dem Babysitter einfach nachfragen und sich gegebenenfalls Nachweise zeigen lassen.

Wenn es um eine längerfristige Betreuung durch einen Babysitter geht oder Eltern diesen bei sich sogar fest anstellen, besteht auch die Möglichkeit einer Versicherung über die Familie bzw. ihren Haushalt. Für weitere Infos dazu reicht ein kurzer Anruf beim Versicherer.

Zu empfehlen ist auch eine Unfallversicherung, sodass das Kind im Falle einer Verletzung abgesichert ist. Die eventuell anfallenden Behandlungskosten werden dann in aller Regel durch die Versicherung getragen.

 

 

Bastian

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Nicky

Nicky
Nicky

Nicky 34 jahre alt , Berlinerin mit schottischem Migrationshintergrund, Mama mit Herz und KreativChaos,

ein Sohn und eine Tochter- oder Vampirprinzessin, Überlebenskünstlerin des Alltags und somehow Familienheldin I guess...

Bastian

Bastian
Bastian

28 Jahre, Jenenzer mit Bodensee-kenntnissen und seit einigen Jahren Berliner, Papa von einem Sohn, Gründer von GoodHands, Erzieher, Musikliebhaber,

Sportler ohne Zeit für den

Sport zu haben, vieles mehr und

Familienheld!